Wer sich für die Anschaffung eines Hundes entschließt, sollte zunächst die
eigenen Lebensumstände prüfen und sicherstellen, dass einige Voraussetzungen innerhalb des Wohnumfeldes gegeben sind:
- Habe ich für den Hund genügend Zeit (für Spaziergänge, Pflege, Erziehung)?
- Ist der Hund in der Regel nicht zu lange alleine?
- Ist die Familie bzw. das familiäre Umfeld mit der Anschaffung einverstanden?
- Lässt der Mietvertrag eine Anschaffung zu?
- Vereinbaren sich meine Urlaubsplanungen mit der Haltung eines Hundes?
- Bin ich mir über die Kosten im Klaren, die ein Hund verursacht (Hundesteuer, Tierhalter-Haftpflicht-Versicherung, Tierarztkosten, Fütterung und Pflege)?
- Habe ich mich beim Ordnungsamt erkundigt?
Die unterschiedlichen Hundeverordnungen/-gesetze der Länder sehen zum Teil Haltungsbeschränkungen und Leinen- sowie Maulkorbzwang für einige Rassen vor.
- Soll es ein Rassehund oder ein Mischling werden?
Der Kauf eines Rassehundes bietet durch die Zuchtüberwachung Vorteile. Elterntiere und ihre Vorfahren sind bekannt. Die zu erwartenden Charaktereigenschaften, die Größe, Fellfarbe und Aussehen sind vorhersehbar.
Beim Mischling hingegen weiß man selten, wer die Vorfahren waren, und so ist es schwierig, etwas über seine späteren Eigenschaften, sein Aussehen und seine Größe vorherzusagen.
- Habe ich mich ausreichend informiert, wo es seriöse Züchter gibt?
Die Entscheidung sich einen Hund anzuschaffen hat Auswirkungen auf einen langen Lebensabschnitt.
Woran erkenne ich einen unseriösen Züchter?
Werden viele Rassen und gleichzeitig vor allem sogenannte Modehundrassen angeboten, sollten Sie mißtrauisch werden. Hier handelt es sich meist um Hundehändler, die nur kommerzielle Interessen verfolgen. Sie sollten keine Welpen von Wochenmärkten, aus Massenzuchten und über den Internetversandhandel kaufen. Diese Zuchten unterliegen nur selten Kontrollen und sind nicht tierschutzgerecht. Oftmals müssen die Welpen zudem Transporte unter katastrophalen Bedingungen durch ganz Europa ertragen. Dies geht auf Kosten der Jungtiere. Hunde sind hochsoziale und sensible Tiere, die insbesondere als Welpen ganz besonders intensive Betreuung durch den Menschen und den Kontakt zu Artgenossen benötigen. Fehler und Mängel in der Sozialisierungs- und Prägephase der Hunde sind später kaum noch zu korrigieren.

Wie erkenne ich einen seriösen Züchter?
Kaufen Sie den Welpen bei einem Züchter, der Mitglied bei einem dem VDH angeschlossenen Rassehunde-Zuchtverein ist. Denn für sie gilt eine der strengsten Zuchtordnungen der Welt, und zwar nach tierschutzorientierten Gesichtspunkten. Die Ahnennachweise des VDH gewährleisten, dass strenge Wurf- und Zuchtkontrollen durchgeführt werden. Die Ahnentafel muss das Logo des VDH enthalten.
Ein seriöser Züchter wird Ihnen Fragen zu Ihren Lebensverhältnissen und den Haltungsbedingungen bei Ihnen zu Hause stellen. Die Welpen sollten nur in geeignete Hände abgegeben werden; überlassen Sie daher die Auswahl des Welpen in der Regel dem Züchter. Er kann am Besten einschätzen, welcher Welpen aufgrund seines Wesens und Temperamentes zu Ihnen und Ihrer Familie passt. Vertrauen Sie auf seine fachliche Kompetenz.

Haltung ihres neuen Hundes!
Die Unterbringung ihres neuen Welpens muss den Bedürfnissen (Bewegungs- und Beschäftigungsdrang) und den rassetypischen Eigenschaften (die große Größe, das kurze Haarkleid, etc.) angepasst sein.
Mindestens zweimal täglich benötigt der Hund für insgesamt zwei Stunden Auslauf, unabhängig davon, ob er im Haus oder im Zwinger gehalten wird.
Ein Einzelhund sollte nicht länger als fünf Stunden allein gelassen werden.
Junghunde bis ca. fünf Monate brauchen Ruhezeiten und den intensiven, unmittelbaren Kontakt zum Menschen, wann immer sie möchten.
Junghunde bis zum 8. Lebensmonat sollten nicht ausschließlich im Zwinger gehalten werden. Auf die Anbindehaltung muss generell verzichtet werden.
Konsequente, hundeverständliche Erziehung und Sozialisierung gehören zur artgerechten Haltung.
Die Vorbereitungskurse zum VDH-Hundeführerschein helfen Ihnen dabei.
Die regelmäßige Körperpflege des Hundes (Bürsten) dient nicht nur der Hygiene, sondern festigt auch die soziale Bindung zwischen Mensch und Hund.
Der erwachsene Hund benötigt stets frisches Wasser und eine bis zwei Mahlzeiten pro Tag mit ausgewogenem Futter. Der heranwachsende Welpe muss mehrmals täglich mit kleinen Portionen gefüttert werden.
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